Da mich die Studienfahrt im letzten Jahr auf den Geschmack gebracht hat, war ich dieses Jahr erneut in London. Da ich nun privat unterwegs war, konnte ich das Programm gemeinsam mit meiner Begleitung selbst bestimmen.
Samstags ging es los. Da ich bisher nur ein Mal als Kind geflogen bin, war es quasi Neuland für mich. Der Flug war nicht gerade schön, da mich starke Kopfschmerzen plagten und eine Mutter mit einem hysterischen Schrei-Kind nur zwei Reihen vor uns saß und sie keinerlei Anstalten machte, das Kind beruhigen zu wollen. Also kreischte das Kind den gesamten Flug über.
Von Stansted ging es dann Easybus zu unserem Hotel in London Southwark. Die Lage des Hotels erwies sich für uns als äußerst gut, da es in Zone 1 lag und wir so wirklich immer in nur wenigen Minuten mit der Tube da waren, wo wir hin wollten. Selbst zu Fuß konnten wir die Millenium Bridge in nur wenigen Minuten erreichen.
Sonntags ging es dann mit dem Zug nach Windsor Castle. Sowohl die Tickets als auch die Fahrkarten hatten wir vorab online gebucht. Das verlief alles reibungslos. Eigentlich bin ich ja nicht der Typ, der sich gerne alte Gebäude oder ähnliches anschaut, aber Windsor Castle fand ich sehr interessant.
Der kostenlose Audio-Guide lieferte viele Informationen. Nachdem ich letztes Jahr auf Studienfahrt den Audio-Guide im Royal Greenwich Observatory überhaupt nicht gut und hilfreich fand, war ich hier wirklich positiv überrascht.
Der kostenlose Audio-Guide lieferte viele Informationen. Nachdem ich letztes Jahr auf Studienfahrt den Audio-Guide im Royal Greenwich Observatory überhaupt nicht gut und hilfreich fand, war ich hier wirklich positiv überrascht.
Am Montag ging es dann morgens erst zum Apollo Theater, da ich natürlich Day-Seats ergattern wollte. Die Menschenmassen, die an uns vorbei strömten, waren absolut unglaublich. Auch, dass der Strom bis 10 Uhr überhaupt nicht abriss.
Da an diesem Montag der Big Ben mittags zum letzten Mal schlagen sollte, mussten wir uns entscheiden, ob wir zum Wachwechsel gehen oder zum Big Ben. Wir entschieden uns letzten Endes für den Wachwechsel. Obwohl wir auch da schon früh dort waren, waren bereits viele Menschen dort und standen hinter den Absperrungen. Wir suchten uns ein freies Eckchen vor dem Brunnen aus, das sich letzten Endes als wahrlich guter Standort entpuppte. Der Polizist, der dort stand, entsprach so gar nicht unseren Erwartungen eines britischen Polizisten. Er scherzte immer wieder mit den Touristen, nahm sogar eine ältere Dame mit auf die abgesperrte Fläche als die Wachen kamen und gab uns immer wieder Tipps. Auf die Frage anderer, ob es besser wäre den Standort zu wechseln, meinte er, dass dieser Platz ein Sahnestückchen sei, weil die Wachen und auch die Pferde wieder hier lang kommen würden und auch die Kapelle direkt auf uns zu marschieren würde.
Vom Buckingham Palace ging es dann direkt zum Tower of London. Da wir die Tickets vorab online gekauft hatten, konnten wir den Eingang direkt passieren. So entfiel wenigstens eine Schlange.
Meine Begleitung freute sich schon im Vorfeld auf die Kronjuwelen. Im Nachhinein war sie aber enttäuscht, weil es sich wirklich ausschließlich um die "Krönungs-Kronen" handelte und nicht wie erhofft sämtliche Schmuckstücke ausgestellt waren. Die unterschiedlichen Kronen fand ich doch recht interessant.
Überall im Tower of London stehen Skulpturen von Tieren. Diese erinnern daran, dass der Tower auch mal als Zoo genutzt wurde. Interessant zu sehen, was man alles aus Maschendraht machen kann!
Insgesamt fand ich den Tower of London nicht so interessant wie Windsor Castle. Auch den Audio-Guide, der hier nicht kostenlos ist, fand ich nicht so gut und informativ.
Im Anschluss an die Besichtigung des Towers of London sind wir über die Tower Bridge zur nächsten U-Bahn-Station gegangen, um es rechtzeitig zum Even Song in die St. Paul's Cathedral schaffen. Da wir schon vorher wussten, dass wir es nur zu einem Even Song schaffen würden, haben wir uns für St. Paul's entschieden, da hier Prinzessin Diana geheiratet hat.
Mit unseren Kirchen hier sind die britischen Kathedralen in keinster Weise zu vergleichen. Allein die Größe ist schon beeindruckend, wahnsinnig aufwändige Verzierungen, rundum einfach sehr imposante Gebäude.
An unserem letzten Tag in London hatten wir dann nicht mehr viele vorher festgelegte Stationen. Morgens um viertel nach 10 Uhr hatten wir Tickets für den Sky Garden. Diese Tickets sind kostenlos, was ich wirklich sehr gut finde. Sie können immer eine Woche im Voraus gebucht werden. Am Wochenende ist der Sky Garden länger geöffnet. Bei Sonnenuntergang muss es ein wahnsinnig guter Ausblick sein.
Da wir wie immer recht früh dran waren, sind wir zu Fuß in Richtung Millenium Bridge gegangen. Der Stadtführer im letzten Jahr erzählte, dass die Brücke damals wegen Schwingungsproblemen nicht wie geplant eröffnet werden konnte. Als Physiker war das natürlich interessant für mich.
Das sogenannte "Walkie-Talkie" ragte immer wieder aus dem Stadtbild heraus, sodass wir unser Ziel fast immer vor Augen hatten.
Erst haben wir noch rätseln müssen, worum es sich bei diesem Gebäude handelt. Später sahen wir dann, dass es die St. Pauls's Cathedral war. So nah hatten wir sie nicht erwartet.
Natürlich sieht man von der Millenium Bridge auch die Tower-Bridge.
Kurz vor dem Ziel verloren wir es aus den Augen. Dann kamen wir auf eine kleine Kreuzung und wurden vom "Walkie-Talkie" regelrecht erschlagen. Nach einer weiteren Schlange und dem Stehen darin, ging es mit dem Fahrstuhl in den 35. Stock zum Sky Garden. Ein wirklich toller Ausblick!
Für mich stand schon vor der Fahrt fest, dass ich unbedingt zum Bahnhof Paddington möchte. Die Geschichten rund um Paddington sind einfach toll und gehören zu meiner Kindheit genauso wie Tim & Struppi oder Dr. Snuggles.
Den Even Song in der Westminster Abbey verpassten wir leider. Dennoch schauten wir uns das Bauwerk wenigstens von außen an. Immerhin wollten wir ja auch noch den bereits verstummten Big Ben sehen.
Mittwochs ging es dann wieder mit Easy Bus zurück zum Flughafen. Die Schlangen hier waren der reinste Wahnsinn. Aber nach dem Besuch der Sehenswürdigkeiten waren wir das Stehen in der Schlange ja mittlerweile gewöhnt.
Und so ging ein interessanter, aber auch anstrengender Ausflug nach London zu Ende.


































































